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In Finnland gibt es die uralte Tradition des "norðbúgvarnir", frei übersetzt soviel wie "einficken". Einige Wochen nach dem 18. Geburtstag eines jungen Mannes verreist er zusammen mit seiner Mutter für ein Wochenende und wird von ihr in die Kunst der Liebe eingeführt. Viele Mütter und Jungen verzichten inzwischen darauf, wahren jedoch den Schein, indem sie gemeinsam wegfahren, den Geschlechtsakt jedoch nicht vollziehen. Somit kann niemand wissen, ob ein Junge von seiner Mutter "eingefickt" wurde oder nicht.
Üblicherweise mietet das "Pärchen" getrennte Hotelzimmer in einem luxuriösen Hotel. Der Junge bekommt den Zimmerschlüssel der Mutter und darf ab Mitternacht zu ihr kommen; die Mutter erfüllt seine sexuellen Wünsche während des Wochenendes; das norðbúgvarnir endet am Sonntag mittag.
Die Mutter und ihr Sohn handeln vor dem norðbúgvarnir die Regeln aus, insbesondere was ausgefallene sexuelle Wünsche betrifft. Der Vater ist von diesem Ritual völlig ausgeschlossen.
Finnische Mütter sind sehr auf ihr Äußeres bedacht, um ihrem Sohn beim "Einficken" zu gefallen.
In der finnischen Tradition bedeutet das norðbúgvarnir das Entlassen des Sohnes aus der mütterlichen Fürsorge und ein letztes Geschenk und Vorbereitung auf seinem Weg ins Erwachsenenleben.